Im Hauskreis steht für uns im Vordergrund:

Gemeinsam mit Gott und anderen Christen über den Glauben nachdenken. Diese Gemeinschaft bringt für uns die Verbindung zwischen den Lehren der Bibel, dem Glauben und unserem persönlichen Erleben. Dabei stärken wir einander im Glauben, lesen gemeinsam in der Bibel, diskutieren über die Aussagen und lernen die Bibel und den Glauben so besser verstehen. Durch das gemeinsame Bibellesen, darüber sprechen und beten entstehen auch neue, engere zwischenmenschliche Beziehungen. Ganz wichtig ist uns dabei miteinander und füreinander zu beten, aber auch darüber zu sprechen: Wie kann ich mein Christsein im Alltag leben? Oder wie gehe ich mit meinen Glaubenszweifeln um? (Gustav und Gundula Dellmann)

Wie wichtig Hauskreise (oder Kleingruppen) für unsere Gemeinde sind, drückt auch ein Ausschnitt aus dem Buch "Mutig führen" von Bill Hybels (Pastor der Willow Creek Church in Chicago) aus:

Ich hatte gerade meine Wochenendpredigt in Willow Creek beendet und stand noch herum und redete mit Leuten. Ein junges Ehepaar kam auf mich zu, legte ein in Tüchern gewickeltes Bündel in meinen Arm und bat mich, für ihr Baby zu beten. Als ich fragte, wie das Baby hieß, zog die Mutter das Tuch weg, das das Gesicht des Babys bedeckt hatte. Ich spürte, wie mir die Knie weich wurden. Hätte der Vater mich nicht gestützt, wäre ich vermutlich umgekippt. Ich hatte noch nie ein so schrecklich missgebildetes Baby gesehen wie das, das nun in meinen Armen lag. Das ganze Zentrum seines winzigen Gesichts war nach innen gewölbt. Es ist mir ein Rätsel, wie es atmen konnte. Mir verschlug es die Sprache.

"Sie heißt Emily", sagte die Mutter. "Man hat uns gesagt, dass sie nur etwa sechs Wochen zu leben hat", fügte der Vater hinzu. "Wir wollten sie bitten, dafür zu beten, dass sie unsere Liebe spüren kann, bevor sie stirbt." Kaum in der Lage die Worte zu formen, flüsterte ich: "Lassen sie uns beten." Gemeinsam beteten wir intensiv für Emily. Als ich sie wieder ihren Eltern in die Arme gab, fragte ich: "Können wir sonst noch etwas für sie tun? Kann die Gemeinde sie in dieser Zeit in irgendeiner Form unterstützen?"

Der Vater gab mir eine Antwort, die mich immer noch in Erstaunen versetzt. Er sagte: "Bill, es geht uns gut. Wirklich. Wir sind seit Jahren in einer liebevollen Kleingruppe. Die anderen in der Gruppe wissen, dass es in dieser Schwangerschaft Komplikationen gab. Sie waren bei uns zu Hause an dem Abend, als wir den Befund bekamen. Sie waren im Krankenhaus, als Emily auf die Welt kam. Sie halfen uns, die ganz Tragweite ihrer Krankheit aufzunehmen. Sie machten sogar unser Haus sauber und versorgten uns mit Mahl-zeiten, als wir Emily nach Hause brachten. Sie beten ständig für uns und rufen mehrmals am Tag an. Sie helfen uns sogar dabei, Emilys Beerdigung vorzubereiten."

An dieser Stelle traten drei andere Ehepaare heran und umringten Emily und ihre Eltern. "Wir kommen immer als ganzer Hauskreis zum Gottesdienst", sagte eines der Gruppenmitglieder. Dieses Bild gehört zu denen, die ich nie vergessen werde: Eine eng miteinander verbundene Gruppe liebevoller Brüder und Schwestern, die ihr Bestes taten, um einen der grausamsten Schläge zu mildern, die das Leben austeilen kann. Nach einem gemeinsamen Gebet gingen sie den Gang hinunter in den Vorraum der Gemeinde.

"Wo", fragte ich mich, als sie gingen, "würde diese Familie ohne die Gemeinde sein, wohin würde sie gehen, wie würde sie mit diesem Schmerz umgehen?"

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